Modelleisenbahn Freunde Wuppertal
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| Am 15.Juli 1959 wurde der
Modelleisenbahner- Freundeskreis als e.V. von Herrn Hans Flehinghaus gegründet.
Zur Zeit der Gründung bestand der Verein aus sechs Mitgliedern, die den Monatsbeitrag auf 5.-DM festlegten.
Der erste Vereinsraum befand sich in einem Hinterhaus in der Johannesstraße und musste wie auch alle nachfolgenden Vereins- bzw. Clubräume angemietet werden. Es standen etwa 30qm Raumfläche zur Verfügung. Eine erste Modellbahnanlage entstand. Der Grundrahmen- und Gleisbau schritten zügig voran. Das Thema der Modelldarstellung war eine zweigleisige Hauptstrecke in hügeliger Landschaft. Leider kam es nicht mehr zu einem Endausbau dieser Modellbahnanlage, da der Raum für dieses Vorhaben einfach als zu klein befunden wurde. Nach sieben Jahren seit der Gründung folgte nun
der Abbruch der ersten Modellbahnanlage und der Umzug in einen ca. 50qm großen Raum. Nach vielen Gesprächen und langer Suche konnte im heutigen Domizil, Wuppertal Barmen, Tellweg 8, in einem Fabrikgebäude im obersten Stockwerk eine ganze Etage angemietet werden. Die zur Verfügung stehende Grundfläche beträgt 180qm. Nun konnten die Träume von langen Fahrstrecken, großzügiger Landschaftsgestaltung, genügend großem Abstellbahnhof sowie einem angemessenen Bahnbetriebswerk verwirklicht werden. Zwischenzeitlich wurde der Status des eingetragenen Vereins aufgegeben und auch der Name wurde in Modelleisenbahn Freunde Wuppertal geändert. Zum ersten Vorsitzenden wurde Herr Gerd Köhler (* 26.12.1928;† 26.11.2005) gewählt. Unter seinem Vorsitz wurde in langen Jahren der Bautätigkeit das Werk dieser großen, dritten Modelleisenbahnanlage während der Existenz des Vereins geschaffen. Etwa 1985 konnte eine Fertigstellung erreicht werden, die eine Öffnung für Publikum erlaubte. Dennoch gab es viel zu tun und eine Vielzahl von Tätigkeiten warteten auf ihre Erledigung. Der in einem Nebenraum befindliche Schattenbahnhof wurde gegenüber der ersten Ausführung mit einer weiteren Ebene von Abstellgleisen versehen um eine größere Anzahl von Zügen vorzuhalten. Ein Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe verbindet den 22-ständigen Ringlokschuppen mit einer vorbildlich gestalteten Lokbehandlungsanlage. Die Gleisverbindung gestattet einen Lokwechsel zum benachbarten Güterzugabstellbahnhof. |
Das Bahnbetriebswerk wurde schon bald nach Fertigstellung mit einer Digitalsteuerung versehen, und auch der immer häufigere Einsatz von Elektrolokomotiven verlangte die Elektrifizierung der Hauptstrecke. Auch auf den Straßen unserer Modellbahnanlage geht es lebhafter zu, seitdem die Fahrzeuge des Faller-Car-Systems verkehren. In den letzten Jahren, in denen man von einer fertig gestellten Anlage reden konnte, wurde diese auch in regelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies hat uns viel Lob eingetragen, aber gelegentliche Kritik gab uns auch Anlass zu Verbesserungen. Das Profil unseres Vereins hat sich in den letzten Jahren auch ein wenig gewandelt, die Qualität unserer Vorführung wurde entscheidend verbessert und das Image des Vereins durch angebotene Seminare und Workshops erheblich anspruchsvoller gestaltet. Die Pflege von Kontakten zu anderen Vereinen wird seit einigen Jahren intensiv mit aufsteigender Tendenz betrieben. Gesellschaftliche Ereignisse nehmen ebenfalls einen breiten Raum ein. Einzelne Mitglieder veröffentlichen gelegentlich Fachaufsätze und Bildberichte über Anlagen- und Dioramenbau in der Fachpresse und dokumentieren damit ihr persönliches Engagement zum Thema Modelleisenbahn. In der Summe kann man von einer ausgesprochen positiven Bilanz sprechen, die sich hoffentlich auch in der Zukunft fortsetzen lässt. Mit Ablauf des Jahres 2006 flatterte dem Verein dann wiederum die Kündigung des bis dahin 30 Jahre währenden Mietverhältnisses ins Haus. Grund war die Veräußerung der Immobilie, die zu Eigentumswohnungen umgebaut werden soll. Die mit einem Jahr festgeschriebene Kündigung wurde vereinsseitig auf 3 Monate gekürzt, so dass mit Ablauf März 2007 die Räume verlassen werden konnten. Zur Bestürzung aller unserer begeisterten Besucher musste leider aber die Anlage unwiederbringlich abgerissen werden. Bei aller Trauer darum bleibt aber die Gewissheit, ein neues, modernes Konzept anzugehen, und neben zerlegbaren Anlagenteilen auch modernste Steuerungen für die zukünftige Anlage zu planen. Nach kurzer intensiver Suche konnte aus einem riesigen Angebot leer stehender Räumlichkeiten ein neues, ca. 330 m² großes Domizil angemietet werden. Hervorragende Räume, hell und freundlich bieten viel Platz für die zukünftigen Anlagen. Diese neuen Räume bieten Platz für eine H0-Anlage und eine N-Anlage, die beide Ihren Platz haben werden. Außerdem werden die Aktivitäten unserer Großspurbahner (Spur Null, Spur 1 und LGB) unterstützt werden können. Ein großer Zulauf neuer Mitglieder in der Zeit der Aufgabe der alten Anlage geben uns recht in der Annahme, ein großes Interesse hervorgerufen zu haben mit unseren neuen Planungen. Der Umbau der Räume ist bis auf wenige Kleinigkeiten abgeschlossen. Deshalb freuen wir uns über Besucher, die sich vom Stand der Arbeiten an der im Bau befindlichen Vereinsanlage überzeugen wollen und vielleicht auch ein kleines "Schärflein" beitragen können oder wollen. |
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